About Us — We Roast Coffee
Wir sind eine Kaffeerösterei aus Berlin Neukölln. Kein Konzern, kein Franchise, keine App. Zwei Menschen die Kaffee wirklich verstehen wollen und der Überzeugung sind, dass das faire Bezahlung in der Lieferkette und Transparenz besser schmeckt.
Wie das hier angefangen hat
Francis Bratz-Lersch hat Agrarwissenschaften studiert. Nicht weil er Kaffeeröster werden wollte, sondern weil ihn interessierte, woher Dinge kommen. Wie Böden funktionieren. Was in einem Produkt steckt, bevor es auf dem Tisch landet.
Nebenbei hat er in Cafés gearbeitet. Und weil er schon immer der war, der sich mit dem Produkt wirklich auseinandersetzte, fing er an zu fragen: wo kommt der Kaffee her? Welche Böden, welches Klima, welche Hände? Die Antworten die er bekam, waren dünn. Keine Transparenz, keine Inhalte, schwankende Qualität.
Also kaufte er sich einen kleinen Röster für zuhause.
2019 eröffnete We Roast Coffee in Charlottenburg, zuerst mit einem kleinen Probat P5. Dann kam Nino Arena dazu, und mit ihm kam eine zweite Überzeugung: dass Kaffee nicht durch Marketing verkauft wird, sondern durch Service. Nino bringt 20 Jahre Gastronomie mit, eine Leidenschaft für La Marzocco, und die Fähigkeit, jemandem in zehn Minuten zu erklären warum sein Espresso nicht gut ist, ohne dass der Mensch danach beleidigt ist.
Heute röstet We Roast Coffee in Neukölln, auf einem Probat von 1950, mit einem Team von fünf Menschen, und beliefert über 70 Gastronomiebetriebe und Büros in Berlin.
Francis und Nino
Francis Bratz-Lersch
Head Roaster und Green Bean Buyer
Francis entscheidet welcher Kaffee gekauft wird, wie er geröstet wird und wann er gut genug ist. Er kennt die Mechanik des Probat wie kaum jemand sonst in Berlin, weil er ihn selbst wartet. Qualität ist für ihn kein Marketingbegriff. Es ist ein Selbstanspruch der täglich bewiesen werden muss. Wenn er nicht röstet, ist er auf dem Rennrad.
Nino Arena
Vertrieb, B2B und La Marzocco Partner
Nino hat über 40 Café-Eröffnungen in Berlin begleitet. Er weiß wo die Maschine stehen muss, welcher Kaffee zu welchem Konzept passt, und was in einem Betrieb schiefläuft wenn das Personal nicht richtig geschult ist. Er ist der Grund warum Kunden nicht wechseln. Mit italienischen Wurzeln und einer Begeisterung für La Marzocco seit dem ersten Espresso in Florenz.
Die zwei ergänzen sich auf eine Art, die Francis einmal so beschrieben hat: Francis ist der kreative Geist, der auf die beste Qualität besteht, auch wenn es unbequem wird. Nino ist der Realist, der dafür sorgt dass die Rechnungen bezahlt werden und die Kunden zufrieden sind. Beides braucht ein Unternehmen. Beides ist selten in einer Person.
Der Probat von 1950
In der Rösterei in der Karl-Marx-Straße steht eine Maschine, die 75 Jahre älter ist als die meisten ihrer Mitbewerber. Ein Probat GG45, Baujahr 1950, Trommel aus Gusseisen, komplett. Das wird heute nicht mehr produziert, weil es zu teuer ist.
Francis hat ihn von Elbgold gekauft, einer Hamburger Rösterei mit Standing in der Specialty-Welt. Nicht nur wegen der Qualität, sondern weil in dieser Maschine schon Jahrzehnte lang der beste Kaffee geröstet wurde. Von Menschen die wussten was sie taten.
Die Maschine wurde aufgerüstet: neuer Brenner für präzisere Energiesteuerung, Sensoren an jeder kritischen Stelle des Röstprozesses. Francis und Seth, der Röster mit zehnjähriger Erfahrung an alten amerikanischen Maschinen, warten den Probat selbst. Das ist ungewöhnlich. Die meisten Röstereien lassen dafür den Hersteller kommen.
Was dabei herauskommt: ein Verständnis der Maschine von A bis Z, das kaum eine andere Berliner Rösterei hat. Und ein Kaffee der reproduzierbar gut ist, nicht nur an guten Tagen.
Woher der Kaffee kommt
Francis kauft Rohkaffee aus direkten Beziehungen zu Produzenten in Kenya, Ethiopia, Guatemala, Honduras, Brasilien und Colombia. Er war auf Farmen vielen Farmen, hat Kooperativen besucht, hat verstanden was zwischen dem Pflücker und der Trommel passiert.
Das Agrarwissenschaftsstudium hat ihm eins beigebracht: dass alles im Boden beginnt. Vulkanböden, Höhe, Klima, Anbautradition. Er kann nicht alle Böden messen, aber er versteht die Zusammenhänge. Und das merkt man, wenn er über einen Kaffee spricht.
Nino war 2024 in Guatemala und Honduras. Er ist nicht Agrarwissenschaftler. Aber er hat verstanden warum diese Reisen wichtig sind.
Was uns antreibt
Transparenz, Nachhaltigkeit, Qualität. Das steht bei vielen Röstereien irgendwo auf der Website. Was das bei uns konkret bedeutet:
Transparenz
Wir benennen Produzenten, Kooperativen und Importeure. Wir reden über Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Anbauregionen, auch wenn die Antworten unbequem sind. Wer fragt, bekommt eine ehrliche Antwort.
Nachhaltigkeit
Wir kaufen bei Produzenten ein, die nachhaltig anbauen und verarbeiten. Und wir zahlen faire Löhne, weil ein Team das bleibt mehr wert ist als eines das wechselt.
Qualität als Selbstanspruch
Francis trinkt den Kaffee den er röstet selbst, täglich. Wenn er nicht gut ist, kommt er nicht raus. Qualität ist kein Versprechen auf der Verpackung. Es ist ein Grundprinzip das jeden Morgen neu bewiesen werden muss. Anders gesagt. Es ist Leidenschaft.
Bewusster Genuss
Wir wollen nicht nur Kaffee verkaufen, sondern Neugier wecken. Wer versteht woher sein Kaffee kommt, wer ihn angebaut und verarbeitet hat, trinkt anders. Besser, bewusster, mit mehr Freude daran.
We Roast Coffee heute
We Roast Coffee röstet in Neukölln, Karl-Marx-Straße 275. Nicht weit vom Rathaus Neukölln, nicht weit von dem Café in dem Francis zum ersten Mal wirklich guten Kaffee getrunken hat. Ein Standort der passt.
Das Café in der Kuno-Fischer-Straße in Charlottenburg ist unsere zweite Adresse, wo man uns auch persönlich antreffen kann.
Kaffee trinken, fragen, vorbeikommen.
Wer den Kaffee probieren will bevor er bestellt: einfach vorbeikommen oder Nino schreiben. Kein Formular, keine Wartezeit.
Nino Arena
nino@weroastcoffee.de
+49 177 3931332
Rösterei: Karl-Marx-Straße 275, 12057 Berlin Neukölln
Café: Kuno-Fischer-Straße 15, 14057 Berlin Charlottenburg