Woher unser Kaffee kommt — Farmpartner und Herkunft | We Roast Coffee Berlin

Francis fragt das seit 2014. Woher kommt diese Bohne, wer hat sie angebaut, unter welchen Bedingungen. Manchmal gibt es gute Antworten. Manchmal keine. Beides steht hier.

Sechs Länder. Echte Namen.

Kein anonymer Großhandel. Wir kaufen über Importpartner die direkte Beziehungen zu den Produzenten haben, über Marktpreis bezahlen und Rechenschaft ablegen können. Für die meisten unserer Kaffees wissen wir Farmname, Produzent, Anbaufläche. Wo nicht, sagen wir das.

🇰🇪

Kenya

Import: Wertkaffee

2000 Meter über dem Meeresspiegel, umgeben vom größten Urwald Ostafrikas. Marion Ng'ang'a leitet das Women in Coffee Projekt. 323 Farmer in Meteitei haben 2019 ihre eigene Fabrik gebaut.

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🇨🇴

Colombia

Import: Caventura, Col-Spirit

Sierra Nevada de Santa Marta. UNESCO-Schutzgebiet. Francis war 2018 bei Jaime auf der Farm. Mildred Niebles hat den Bürgerkrieg auf ihrem Feld überlebt. Victor Cordero hat die Kooperative aufgebaut.

Karamell, Zitrus, Tropische Frucht Mehr zu Colombia →
🇧🇷

Brazil

Import: Petúnia Coffee

Jaci hat eine Kooperative gegründet und Sitio Serra Pelada genannt. 8 Hektar, 950 bis 1.300 Meter. Nahe Guaxupe, dem Zentrum des brasilianischen Kaffeeanbaus. Petúnia importiert seit 2014.

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🇪🇹

Ethiopia

Import: Semilla Coffee

Kaffee stammt aus Ethiopia. Buchstäblich. Die Pflanze wurde hier entdeckt, hier kultiviert, hier perfektioniert. Semilla arbeitet mit Gemeinschaften die Zugang zum Specialty-Markt brauchen.

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🇬🇹

Guatemala

Import: Semilla Coffee

Nino war 2024 dort. Er hat eine Welt gesehen die er sonst niemals gesehen hätte, wie er selbst sagt. Das steckt im Kaffee. Auch wenn man es nicht erklären kann.

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🇬🇳

Guinea

Import: Macenta Beans

Single Origin Robusta aus Macenta. Den gibt es so in Europa kaum. 70% der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Macenta Beans zahlt mindestens 30% über dem lokalen Marktpreis.

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Von der Farm bis zur Tüte

Was zwischen Ernte und Tasse passiert

  1. Produzent: Farmer oder Kooperative erntet, verarbeitet, trocknet.
  2. Importeur: Kauft direkt beim Produzenten, über Marktpreis, mit Herkunftsnachweis.
  3. Anlieferung Berlin: Francis prüft Temperatur, Feuchtigkeit, Qualität. Jedes Lot einzeln.
  4. Röstung: Probat von 1950. Hell geröstet. Damit der Charakter der Herkunft erhalten bleibt.
  5. Ruhezeit: Mindestens eine Woche. Das CO2 muss raus, die Aromen brauchen Zeit.
  6. Du.

Warum kein Fairtrade-Label

Die ehrliche Antwort: Fairtrade-Preise basieren auf dem Weltmarktpreis als Ausgangspunkt. Ein Großteil des Aufschlags geht in Verwaltung und Zertifizierung. Zum Farmer kommt ein Bruchteil an.

Für viele kleine Produzenten mit den höchsten Qualitäten ist die Zertifizierung außerdem nicht erschwinglich. Sie bauen vielleicht organisch an. Sie behandeln ihre Leute fair. Aber das Siegel fehlt.

Was wir stattdessen tun: Importpartner wählen die direkt beim Produzenten kaufen, über Marktpreis, mit Transparenz über die Lieferkette. Das ist kein perfektes System. Aber es ist ehrlicher als ein Label das suggeriert, alles sei geklärt.

„Transparenz bedeutet nicht nur fair zu zahlen. Es bedeutet zu wissen woher die Bohne kommt. Und wo wir das nicht wissen, sagen wir das auch." Francis Bratz-Lersch, Head Roaster

Was wir wissen und was nicht

  • Premium-Sorten: Farmname, Produzent, Importeur, Aufbereitungsart, Erntejahr. Alles bekannt.
  • Blends: Herkunftsländer und Importpartner bekannt. Einzelne Farm manchmal nicht, weil Blends aus mehreren Lots bestehen.
  • Böden und Klimadaten: Nur in Ausnahmefällen. Diese Daten sind selbst für große Produzenten schwer zu bekommen.

Häufige Fragen

Woher kommt der Kaffee von We Roast Coffee?

Kenya, Colombia, Brazil, Ethiopia, Guatemala und Guinea. Über Importpartner mit direkten Beziehungen zu den Produzenten: Wertkaffee (Kenya), Caventura und Col-Spirit (Colombia), Petúnia Coffee (Brazil), Semilla Coffee (Ethiopia, Guatemala), Macenta Beans (Guinea).

Hat We Roast Coffee persönliche Beziehungen zu den Farmern?

Für Colombia ja. Francis war kürzlich bereits wieder in Brasilien. Nino war 2024 in Guatemala und Honduras. Für Kenya kennen wir die Kooperativen gut über Wertkaffee. Für die anderen Länder läuft die Verbindung über unsere Importpartner die vor Ort präsent sind.

Warum kein Fairtrade oder Rainforest Alliance?

Weil diese Zertifizierungen den Weltmarktpreis als Ausgangspunkt nutzen und ein Großteil des Aufschlags in Verwaltung fließt statt direkt zum Farmer. Wir bevorzugen direkte Importpartnerschaften bei denen wir die Lieferkette kennen. Für viele kleine Produzenten mit den höchsten Qualitäten ist die Zertifizierung außerdem nicht erschwinglich.

Sind die Kaffees von We Roast Coffee bio?

Einige ja. Andere nicht, obwohl sie organisch angebaut werden, weil die Zertifizierung für kleine Produzenten nicht erschwinglich ist. Bio-zertifizierte Produkte sind im Shop entsprechend gekennzeichnet.

Kaffee mit Geschichte. Geröstet in Neukölln.

Alle Sorten im Shop mit Herkunft, Importeur und Aromaprofil.

Zum Shop → · Fragen: nino@weroastcoffee.de